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14.7.14

JULISINNE


gerade passiert so viel
und irgendwie nichts
das Leben läuft

wir geniessen unser neues Heim
sehr

es ist doch etwas grösser als alles Gemeinsame was wir bisher hatten
und es gibt ein Gäste WC an dem T regelmässig vorbei läuft
weil sie noch immer denkt die Toilette sei im Badezimmer

fast ein bisschen zu nobel für uns
aber schön schön schön

wie es so ist ohne grosse Stadt?
bis jetzt gefällt uns das Leben auf dem Lande sehr
am Abend wenn man nach Hause kommt fühlt sich alles an wie Ferien

das Heim ist noch kein Heim
eher wie ein wunderschöner Ferienort
an dem man gerne ist

kurz vor dem Umzug erreichte T Überraschungspost von Rike
die Liste(n) haben uns gut durch den Umzug gebracht
jedes weitere Blatt ist fast zu schade zum beschreiben
ein sonniges Danke

und nochmal Post für T von Julia
beziehungsweise von ihrem grossen Mädchen
tausend Dank
wir werden ein Plätzchen finden

M hat währenddessen den AKOG Sale genutzt und seine Schildmützenfamilie einmal wieder vergrössert
jetzt haben wir ja Platz

sonst gab es noch ein grosses Kaffeepaket
in den vielen Jahren in München haben wir diese Rösterei kennen und lieben gelernt
Caffé Fausto schwer vermisst während unserer Zeit in Zürich
aber jetzt macht das Kaffee mahlen wieder Freude
und das frühe Aufstehen zum Vergnügen
der Duft ist unschlagbar

es gibt viel zu arbeiten
zu viel
aber besser wie nichts

etwas schönes und gleichzeitig nicht so schönes ist unser riesen grosses Fenster
schon der zweite Flattermann fand hier sein Ende
was kann man dagegen tun (ausser dieses absurd grossen Vögel zum an die Scheibe pappen)?

und noch ein Vorteil vom Lande
T´s lieblings Blumensträusse gibt es hier gratis vor der Haustüre
in der Herzensstadt kosten die sieben Eruo fünfzig das Stück
(Herr Hacker sie sind und waren trotzdem der Blumenverkäufer unseres Herzens)
in Zürich war so etwas gar nicht zu bekommen

aktuell
Unwetter beobachten
so schön

und wir sind Weltmeister
aber das wisst ihr sichlerich schon

habt einen sinnlichen Juli

26.5.14

BÄRTIG

Das ich eine Schwäche für das andere vollbärtige Geschlecht (besonders für obigen) habe - uns zwar nicht erst seit die SZ titelte: Der Mann ist wieder Mann - ist ja schon lange kein Geheimnis mehr. Und aus diesem Grunde ist dieser Beitrag allen vollbärtigen Männern gewidmet: Männer ich verstehe Euch, auch ich hätte keine Lust mich jeden Morgen zu rasieren und ich finde es gut, dass ihr Euch diese Dinger stehen lasst - vorausgesetzt sie stehen Euch natürlich.

Mir hat der SZ-Artikel Vollbart gegen Luftverschmutzung sehr gut gefallen, der Bart als Filter gegen schlechte Luft und Krankheiten - finde ich super. Aber noch besser, das Gehirn nimmt über die Barthaare elektrische Kräfte auf und bewirkt mentale Stärke und Genialität. So langsam wird mir einiges klar.

Amüsant mit anzusehen ist auch immer wieder die Reaktion von kleinen Kindern. Sobald obiger Herr die kleinen Nichten, Neffen und Nachwuchs von Freunden spazieren trägt greifen diese beherzt in das Gesichtsgewächs und haben einen Heidenpass daran rumzuzupfen. Jedes ach so spannende Spielzeug sieht dagegen alt aus.

An meine Grenze gestossen bin ich allerdings  als Will It Beard vor Kurzem meinen Weg in der virtuellen Welt kreuzte. Im ersten Moment war da noch ein Schmunzeln, welches mit jedem weiteren Klick ein bisschen - ja doch - Ekel in mir erweckte. Muss man(n) sich wirklich jeden Mist in den Bart klemmen, schmieren, knoten? Mal abgesehen davon, dass der Typ keinen wirklich schönen Bart hat.

Oder was meint ihr meine Damen und Herren (ich hätte ja mal wirklich gerne einen männlichen Kommentar)?





Worte T, Bilder FV

4.5.14

SUNDAY MORNING WALK AND THOUGHTS


This morning we took a walk through the new old home of M. Nearby he was born and grew up. The prodigal son has returned home. Torn whether it was the right decision. Sometimes we miss the big city life, especially T. But it was the decision of both of us on our big travel. In summer we´ll move into a beautiful new home here, we´ll have the mountains on the doorstep and the forest behind, everything we always wanted. So we´ll try it, along the lines of: nothing is forever and if we don´t try we don´t know if it´s right or wrong. Munich isn´t running away and it´s up to us, we can always go back and we are always welcome, that´s good to know. 

See you here on wednesday?





Photographs Matimuk

17.4.14

IN DER ZWISCHENZEIT ...

… selber denken.





»Und   wenn   ich   auf   einmal   verängstigt   erwache,
möchte   ich   damit   nicht   sagen,   dass   die Welt   endet.
Kann   jemand   sagen,   ob   der   Wind unpünktlich   weht?
Ob   ›Liebe   machen‹   ein   Euphemismus   ist   oder   nicht?
Ob   man   die   Versprechungen   und   Vereinbarungen   hält?
Ob   uns   lauter   Leben   nicht   das   Leben   kostet?
Was   auf   der   Erde   geschieht   ist   reine   Anekdote,
die   jemand   als   Angelpunkt   der   Transzendenz   deutet.«

Martí i Pol




Mehr bei Marleen.

12.4.14

IN DER ZWISCHENZEIT ...

… esse ich wieder fast normal.

Manchmal versetzt einem das Leben eine Tritt,
ungerecht, unverständlich - peng, peng!

So ist das richtig ehrliche Leben,
es läuft nicht immer rund.

Jetzt heisst es auch darin gutes zu finden,
vielleicht gestärkt heraus zu gehen - vielleicht.

Doch wenn die Dinge um mich herum ins Wanken geraten,
muss ich mich wenigstens froh essen.

Zu Vertrautem greifen auf das Verlass ist:
einem dick bebutterten Zopfbrot und einem tiefen Schluck stallfrischer Milch.

Pluspunkt - der Milchbart legt sich für einen Moment lächelnd 
über alles was sich so schwer anfühlt.

Ich halte es wie einst Julie,
und vergrabe die schlechten Gedanken im Hefeteig.

Die Zwischenzeit geht weiter,
dank Euch.





Bild Matimuk, Worte T.

23.3.14

IN DER ZWISCHENZEIT …

… schneit es wieder! 

Letzte Woche noch Sommersehnsucht verspürt,
die Skitourenausrüstung gegen die Wanderschuhe getauscht,
mit Vogelgezwitscher im Ohr umhergeschweift,
eine Frühlingsbise auf den nackten Armen genossen,
barfuss ums Haus gelaufen,
einen Duft in der Nase gehabt,
Blumen erspäht und die ersten Kaninchen auf der Wiese gesehen …

Das alles ist Frühling.





Bilder Matimuk, Text T.

5.3.14

ZWISCHENZEIT



In den folgenden Wochen kommen hier einige Gäste zu Wort, die das, was ich heute gerne sagen würde, viel treffender formulieren. Mir fehlt derzeit die Gabe Worte zu kombinieren bzw. die Ruhe im Kopf für das, was ich gerne ausdrücken wurde. Ein Knoten, da oben, eben.
Ich möchte es trotzdem versuchen.
Völlig frei von religiösen Zwängen und Verzichtserklärungen möchte ich für die nächsten Wochen meine Ernährung  umstellen. Ich bin jemand, der sich (gerne) in Extremen bewegt. Es gibt Phasen in meinem Leben, da arbeite ich extrem viel - bis zu vier Monaten am Stück - ohne einen Tag frei. Und dann gibt es Phasen, in denen ich gerne einfach faul bin, wie auf unserer langen Reise, vor kurzem. 
Ähnlich verhält es sich mit dem Essen. Wenn ich Stress habe, esse ich sehr unregelmässig bis gar nicht. Dann vergesse ich schlichtweg zu Essen, versuche aber dennoch - wenn ich es einmal nicht vergesse - mich gesund zu ernähren. Geht es mir hingegen sehr gut, esse ich auch gerne einmal zu viel. Weil ich esse gerne. Ich esse nicht aus Hunger, sondern weil es mir schmeckt. Weil ich das Prozedere des Einkaufens, des Schnippelns und des Zubereitens liebe und weil ich gerne für andere koche und gerne mit anderen stundenlang an einem Tisch sitze und esse. 
Ich esse gerne gesundes Fleisch, ich esse gerne ein Stück Kuchen zu viel,  trinke viel zu viel Kaffee, streiche mir die frische Butter gerne daumendick aufs Brot und Käse esse ich pur vor dem Schlafen gehen. Ich mag einfaches Essen, ohne viel Schnickschnack. Ein Stück rohen Fisch, in Sesam gerollt und durch Sojasosse gezogen. Drei Zutaten, so einfach, so gut, himmlisch.

Zurück zu den Extremen. Ich liebe es so zu leben und der Mann an meiner Seite auch, zum Glück (anders wäre das auch gar nicht möglich). Und so lange man keine kleinen Zwerge hat, mag dies auch durchaus praktikabel sein. Irgendwann wird das ein Ende haben, aber auch diese Zeit wird gut werden, da bin ich mir sicher.

Was mir in letzter Zeit allerdings fehlt ist ein klarer Kopf und die Ruhe einen guten Gedanken zu Ende zu denken. Ich kann nicht einmal mehr in Ruhe einen Berg hinauf gehen und das nagt an mir, sehr!

Für die  Z w i s c h e n z e i t  habe ich mir daher eine klare Regel gesetzt: ich möchte mich vegan ernähren! Ich glaube klare Regeln zu brauchen, damit ich meine Ruhe zurück bekomme. Und auf tierische Produkte zu verzichten ist eine ziemlich klare Regel. 
Anfangs wollte ich nur Fleisch und Süsskram aussen vor lassen, vielleicht noch Kaffee, Honig, hmm vielleicht, dies und jenes. Das war mir zu Wischiwaschi. Darum habe ich mich für vegan sein entschieden, ohne Ausnahme (also bis Ostern nur). Gut, vegane Ernährung mag für einige nichts besonderes sein. Für mich schon! Aber so bin ich, ich stelle mich gerne schweren Herausforderungen und ich bin gerne streng zu mir selbst (zu anderen nicht, ganz ehrlich). Ich weiss noch nicht was es auslöst und ob es überhaupt etwas auslöst. Ich weiss nur, es wird mir schwer fallen, besonders das Butterbrot und der Käse. Scheitern nicht ausgeschlossen. 
Besagter Mann belächelt mich seit meiner veganen Ansage und er wird es sich nicht nehmen lassen in dieser Zeit besonders viele Wienerschnitzel mit Preiselbeer in meiner Anwesenheit zu brutzeln und zu verzehren. 

Jetzt habe ich einiges geschrieben, gereiht, gelistet und doch nichts gesagt. Vieles macht irgendwie auch keinen Sinn und scheint aus dem Zusammenhang gerissen. Und es ist noch immer nicht das, was ich gerne gesagt hätte. Aber einige Menschen werden das bis Ostern hier an diesem Ort für mich tun, ohne dass sie es vorher wussten und das finde ich schön.

Nun endlich zur  Z w i s c h e n z e i t . Ich habe einige liebe Damen gebeten mir für die kommenden Wochen Gerichte zu schicken, die uns bis Ostern hier dreimal in der Woche serviert werden. Es sind nicht alle vegan, aber das ist gar nicht schlimm (war auch keine Vorgabe). Im Gegenteil, es hat mich gefreut zu sehen, wie jeder für sich seinen ganz persönlichen Weg gefunden hat.
So ist eine kleine feine Runde zusammen gekommen, die mir sehr am Herzen liegt. Teilweise haben die Beiträge meine Erwartungen übertroffen und mich sehr berührt. Dafür möchte ich mich bedanken, sehr!

Los geht´s, ich bin gespannt auf die  Z w i s c h e n z e i t , was sie bringt und zurück lässt und Ihr dürft es auch, habt eine gute, gesunde und muntere!





Bilder Matimuk, Text T.

27.2.14

FEBRUARGIPFEL


Im Februar ist der Weg das Ziel. Ich habe keinen - zumindest virtuellen - Gipfel erreicht. Echte Bergspitzen hingegen schon. Das ist auch der Grund wieso es hier und heute kein Gipfeltreffen im ursprünglichen Sinne gibt.

Die Uhr scheint sich derzeit in doppelter Geschwindigkeit zu drehen. Zwei Tage verschmelzen gefühlt zu einem. Schon wieder zwei Monate zurück, schon wieder so viel passiert, der Kopf hingegen sagt viel zu wenig geschafft. Es war schlichtweg keine Zeit zehn virtuelle Gipfel zu besteigen. Im realen Leben müssen wichtige Entscheidungen getroffen und ein Einklang gebracht werden. Die freie Zeit, die übrig bleibt, die zieht mich auf den Berg, hinter Bücher, zu meinen Lieben nach Hause und in in meine Herzensstadt. Ja auch hintern den Herd, so viel wie in letzter Zeit habe ich lange nicht ausprobiert.

Überhaupt weiss ich gerade gar nicht so recht wie und ob es hier weiter gehen soll. Dies ist auch eine gute Überleitung zu meiner kleinen Gästerunde, die hier demnächst eingeläutet wird. Wenn ich ehrlich bin, kommt sie mir sehr gelegen. In der Zwischenzeit kann ich meine Gedanken zu diesem Ort neu überdenken, sortieren und mich auch ein wenig auskurieren. Denn derzeit schleicht etwas komisches durch meinen Körper, welches mich mit leicht fiebrigem Schwindel danieder rafft.

Gut. Und wie das so ist wenn man Gäste empfängt, dann ist die Vorfreude gross, aber auch verbunden mit ein bisschen Arbeit. Versteht das nicht falsch, es ist eine sehr schöne Arbeit, die mir viel Freude macht.  Dafür aber bleiben die Februargipfel leer, ich baue auf Euer Verständnis.

In diesem Sinne, bleibt gesund und munter.

Und für alle, denen es gerade nicht so gut geht - und natürlich auch für alle anderen - schaut >Herbstgold< und ihr werdet Lächeln.





Im Gipfel ein abgeschwächtes Bild von der Reise, die Stimmen danach werden immer lauter, auch so eine Sache, die sortiert werden möchte.
Bild Matimuk, Wort T.

25.2.14

I LOVE





what do you love?


I love the snowboarding
I love the positive vibrations
I love the way how can (big) boys have fun
I love the music
I love everything in this movie   /

I love my new jacket
I know, I have to safe money, but the old jacket has completely lost its waterproofness 
and it´s winter sale
that's why I'm waiting also on the right occasion for this baby, uhhh I will love it   /

I love chocolate marshmallows so much
these are the best, even if they are named totally politically incorrect
this is only possible in Switzerland, sorry   /

I love the Cat Power version of Jane´s and Serge´s >scandal song<
but I love the original too   /

I love backyards   /

I love doing puzzles   /

I love being barefoot   /

I love to get up very early   /

I love always to sleep with an open window   /

I love sweet brioches with ham, pickles and mustard   /

I love coffee (minimum five cups of espresso a day)   /

I love the inside space of the Theatine Church in Munich   /


but most of all I love him!







i do not know why, but currently i'm pretty psyched, that is the reason why I have written this list within 5 minutes and I had really fun doing this, to be continued…
Photos Matimuk, Words T.

8.2.14

IN RAGE





Eigentlich war für heute und überhaupt hier an dieser Stelle nichts geplant, weil einfach zu viel anderes ansteht. Aber dann hat mir eine Freundin kommentarlos diesen Titel ins Postfach gelegt: >Secret Europe (Yes, it still exists.)<. Da ist mir beinahe der Kragen geplatzt. Yes, it still exists. Ich finde das frech! Besonders in Komposition mit dem Titelbild bei dem ich mir einbilde zu wissen an welchem Ort es ungefähr aufgenommen wurde. Habe ich in den letzten 30 Jahren nicht am Leben dieser Welt teilgenommen? Ist etwas weltbewegendes an mir und Europa vorübergegangen? Lasst es mich wissen. Und dann - wenn ich kurz darüber nachdenke - wundert es mich nicht. Ich meine wir im eigenen Lande, im eigenen Europa schwärmen ständig von >The Kinfolk Table< und  Herriott Grace, um nur zwei einschlägige Phänomene aus Übersse zu nennen, die derzeit in bestimmten Kreisen sehr gehypt werden. Mir stösst das schon seit längererem negativ auf, vielleicht erinnert sich der ein oder andere an meinen Aussetzer bei Marleen. Ich besitze weder dieses Kochbuch, noch ein masslos überteuertes Holzutensil und auch die entsprechenden Magazine lese ich schon eine ganze Weile nicht mehr. Es ist an der Zeit sich vor der eigenen Haustüre umzuschauen. Oder wer von Euch kennt zum Beispiel die Holzarbeiten von Franz Keilhofer, die Fotografien von Nicola Odemann, Myriam Zumbühl´s Meisterbäcker, die Münchner Modemacher Susi Streich und Yasar Ceviker und Daniela Schwegler, die das wunderbare Buch >Traum Alp< geschrieben hat? Und da gibt es noch so viele mehr.

Und da Okka und Nina gerade in Sachen kulinarischer Literatur unterwegs sind werfe ich diesbezüglich gleich noch meinen persönlichen Favoriten in die Runde: >Das kulinairsche Erbe der Aplen - Das Kochbuch<. 

Auch Projekte wie die Meisterstrasse und die Käsestrasse möchte ich Euch ans Herz legen. Und überhaupt und sowieso höre ich jetzt lieber auf bevor ich noch ins Unsachliche abschweife. Schlussendlich weiss ich nicht was genau in diesem Heft steht, möglicherweise alles halb so wild und am Ende sogar von einem Europäer verfasst, aber allein der Titel hat mich für einen Moment in Rage versetzt. 

Und vielleicht habe ich an dieser Stelle auch noch zwei wichtige Menschen vergessen, die Schönes tun, hier und jetzt: Anna in ihrer Werkstatt und Stephanie mit >Tisch und Thymian<. Danke dafür.

Das war´s schon, ich wollte mir einfach kurz Luft machen. Vielleicht hatte ich auch nur viel zu viel starken Kaffee.





Bilder Matimuk / Text T.

9.1.14


Film Sherpas Cinema

Es war diese eine kurze Moment: In einem kleinen Bergdorf in Argentinien. Wir sitzen in diesem Café und trinken Limonade. Ohne sie aussprechen zu müssen war die Antwort auf diese eine Frage im Gepäck plötzlich ganz klar im Raum. Über den Bildschirm schweben die Bilder dieses Filmes. Draussen pfeift der Wind mit 150 km/h und lässt den Regen kreiseln.

Wir sind zurück.




1.1.14

Bilder Ryan Daly


A b s c h i e d   u n d   W i e d e r s e h e n   l i e g e n   m a n c h m a l   g a n z   n a h e   b e i e i n a n d e r

. .               .       . . . .



Jedes Jahr ein Fest, ein stilles. Den letzten Tag im Jahr in Ruhe verabschieden. Mit lieben Menschen, im kleinen, ausgewählten Kreise. Ein gutes, ehrliches Essen. Jeder tut seines dazu, was er kann, was er mag. Mit glücklich vollen Bäuchen den Berg hinauf stapfen, an einer Hand den Schlitten, die andere mal frei oder fest in der des anderen. Das Lichttheater im Tal leise von weit oben geniessen.

Mit kindlicher Vorfreude das eigene Feuerwerk vorbereiten. Ein ruhiges, besinnliches. Alle Jahre wieder einen gemeinsamen Wunsch in den Himmel schicken. Ein schöner Brauch. Das erste Himmelslicht steigt schnell und entschlossen in die Nacht. Weitere fallen glühend in sich zusammen. Das unsere verlangt in diesen ersten Minuten des frischen Jahres Geschick, Gelassenheit, Geduld und ein ruhiges Hand in Hand arbeiten, bevor es hoch hinauf steigt und sich zwischen die funkelnden Sterne reiht. Ein kostbar erhabenes Gefühl. 

Ein neuer Abschnitt Lebenserfahrung beginnt. Mit Geschick, Gelassenheit, Geduld und respektvollem Miteinander werden die Herausforderungen, die Zweinulleinsvier bereit halten wird angenommen, gemeistert und genossen.

Für Euch nur das Beste!

* Welchen Brauch pflegt Ihr zum Neuen Jahr   u n d   wie geht es Euch?




1.10.13

VIEL-LEICHT


v i e l
         l e i c h t


i s t
b e s s e r
a l s


v i e l 
        s c h w e r


Fotos: MATIMUK

Der Herbstwind wehte hier und da schon einen leisen Abschiedston herüber. Tag für Tag kommt er näher   d e r   Tag und mit jedem mehr auch ein Gefühl von wehmütiger Vorfreude und Glücksweh. So ein Zustand zwischen glücklich sein und der Angst vor dem Weh nach dem Heim. Wir sind schon ab und an weit weg gewesen, aber noch nie war das Gefühl dabei derart im Wankelmut. Und eigentlich kommt doch auch schon bald der Winter, den wir so lieben und eigentlich freuen wir uns doch auch so auf das was kommt. Plötzlich fühlt man sich Dingen verbunden vor denen man einst Abstand wollte. Albern all das. Ein echtes Wohlstandsproblem und doch. Vielleicht ist es auch ein gutes Gefühl für das Danach, das alles erlaubt, es liegt allein an uns. Vielleicht sind alle Türen, die einem plötzlichen offen stehen nicht mehr wichtig. Vielleicht reicht das erhabene Gefühl man könnte, muss aber nicht. Hallo Ego, ja ist so, vielleicht.

Frei, so frei wie vielleicht noch nie und auch das macht Angst, echt wahr, ohne vielleicht.




24.9.13

LEER GERÄUMT

so
soll
es
sein

Fotos: MATIMUK

Es gibt Abschiede, die einem nicht schwer fallen und Momente des Glücks über die Tatsache nicht viel zu besitzen. Beim packen von Kisten wurde mir klar, dass ich nicht alles besitzen muss was mir gefällt. Dass ich mich mit jedem Gegenstand, der mit einem befreienden Geräusch in der Mülltonne oder der Kiste zum Hergeben landete besser fühlte. 

T.



3.9.13

HIMMLISCHE ERNTE


Fotos: MATIMUK

Aus dem hohen Norden erreichte mich in diesem Jahr ein besonderer Augustgruss. Eine kleine Schachtel mit vier mal vier gleichen Seiten, schönster Schrift und etwas rosarotem Klebeband. Auch ohne Hinweis hätte ich den Absender sofort erraten: Marleen! 


Das macht mich gerade ziemlich froh. Einen wunderbaren Spätsommerabend. Mehr fällt mir für den Moment nicht ein.
. . .
T.




26.8.13

AUGUSTGIPFEL

Fotos 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10

Der August ist ein besonderer. Er ist meiner. Hineingeboren als Sommerkind vor so und soviel Jahren. Alle Jahre wieder verspüre ich nach meinem Fest so ein sanftes hinüber wiegen von Sommersommer zu Spätsommer. Das Licht wird weich, die Luft wird sanft. Die ersten Vögel sammeln sich und bilden Formationen. Aus Strohblond wird Goldblond. Mit jedem neuen Lebensjahr ein bisschen mehr. Ich mag das. Sehr!

Passend dazu überraschende Geburtstagspost: ein runder Goldtaler von Frl. Nina und rührende Worte von Marleen. Alles wird Gold, habt Dank ihr beiden. 

Dann war - nein ist - da noch Katja mit ihrer Reihe über das zu Hause sein. Eine Frage, die momentan so einige umhertreibt. Auch mich.

Noch fünf Tage, dann neigt er sich dem Ende, der August, der Schöne. Er hat mir ein neues Jahr geschenkt und eine grosse Portion Freiheitzeit. Vieles wird sich ändern. Noch ganz wenig ist entschieden. Doch so ein Gefühl für etwas beginnt zu wachsen. Wir werden sehen… 

Bringt ihn gut zu Ende, den wunderbaren August.

T.


Nein, nach RusslandΩ geht es nicht,
aber Surfen in Russland finde ich absurd schön, 
vielleicht im nächsten Jahr.


Architektur (fast) am Ende der Welt.


S o m m e r m ä d c h e n
Herzlich Willkommen, 
so von grossem Sommermädchen 
zu kleinem Sommermädchen.


Eine grossartige Idee, 
gebaut von einem ganz Grossen, 
unbedingt besuchen.


Ulma ist für mich die Nikole Herriott Österreichs, 
bitte ganz viel mehr davon.


Eine Ohrenreise wert.


Für des grossen Bruders Familienhausfest 
am neuen grossen Tisch.


Ein glücklicher Umstand 
bescherte mir meinen Reiserucksack 
zum Bruchteil des (wahnsinnigen) Originalpreises, yeah!


Wäre doch was für den ein oder anderen von Euch, hmm?


Zwei die provozieren und beeindrucken,
 zu sehen im Martin Gropius Bau, 
lohnt sich.


. . .