4.5.13

SOMMERSUCHE

Photo above by MATIMUK, below via TALKING TO KAFKA

Vor einiger Zeit habe ich den Sommer gesucht. Eine Erinnerung, ein Gefühl, eine Sehnsucht. Ich ging in den Keller und dort fand ich ihn. Den Sommer im Keller finden. Absurd, aber wahr. Komisch. Schön. Ich steckte den Kopf hinter die schwere Kellertür und meine Nase verschwand direkt im Ärmel meines Neoprenanzuges. Drei kräftige Züge und ich war für einen Moment selig. Es muss keiner verstehen, nein. Das erste Mal vernahm ich diesen Geruch als sehr kleine Ti bei meinem Vater. Olfaktorisch vielleicht nicht delikat. Aber immer Freiheit. Immer Meer. Salzige Luft. Sandige Füsse. Gute Zeiten. 

So. Jetzt gehe ich Mainasse Blumen pflücken.

Kommentare:

  1. sehr gut zu verstehen
    versteckte gerüche
    gerne auch seltsam
    mein sommer ist frisch gestrichener jägerzaun

    wie gut, dass du ihn im keller einlagern kannst:)

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    1. ja, holzlasur ist auch sommer

      oder rasenmähermotorengestank
      ich würde ja lieber behaupten ich mähe mit der sense.. :)

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  2. Mein Sommergeruch ist Schlauchboot. :)
    Was sind denn Mainasse-Blumen?

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    1. vom mairegen durchnässte blumen.. :)

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  3. ..oh dieser geruch erfüllt auch unseren keller*

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  4. mein sommergeruch steckt in der tube sonnencreme. schön, was ein atmer auslösen kann. vorfreude!

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    1. sonnencremeduft gehört bei mir auch dazu..
      schön eure düfte zu lesen.. :)

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    2. ha, hier auch! allerdings wurde mein sommer eingestellt. ich bin ehrlich traurig ... ja, gute zeiten :)

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    3. ... bei mir ist es auch Sonnencreme. Und der Geruch von frisch gemähtem Gras. Ach, schön.

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  5. gerüche aufmerksamer betrachten, ja.
    nachdenkend, wie der sommer riecht ...
    der winter bestimmt nach piz buin, die uns mama als kleine kinder vor dem täglichen schifahren ins gesicht geschmiert hat :)
    liebe grüße von ulma, jetzt winters selber pizbuineinschmiermama

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    1. hej ich hab auch eine pizbuineinschmiermama
      vielleicht werd ich auch mal eine :)

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  6. Meine Skiwinter rochen auch nach Piz Buin. :-)
    Überhaupt verbinde ich mit gerüchen deutlich stärkere Erinnerungen als mit Bildern. Oft habe ich heftige Gedankenrücksprünge, wnen ich etwas rieche. So ist Flieder für mich heute noch schwierig, weil es da eine Nachbrain meiner Kindheit gab, die mangelnde Hygiene und Rauchen mit einem Raumspray mit Fliederduft zu überdecken versuchte. Aber auch viele Orte und schöne Erinnerungen sind für mich mit untrennbar mit Gerüchen verknüpft - Fisch + Diesel = Hafen von La Rochelle. :-)

    Herzlich, Katja

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  7. meineR ist auch sonnencReme. und meeRwasseR.
    und nicht sehR köstlich, abeR feRnsuchtmindeRnd - deR u-bahn-muff-geRuch. wenn eR sich aus den schächten und eingängen empoRwindet.
    liebe gRüße. käthe.

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  8. Ahh den gleichen Geruch kann ich mir auch im Keller abholen <3

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  9. Oh ja, wie herrlich, wenn man saisonalen Kindheitserinnerungsgeruch wiederfindet! Ich hab das bei uns am Dachboden, wenn ich eine Kiste mit Decken öffne, dann riechts auf einmal wie das erstemal im Sommer ins Seehaus kommen als Kind. Unlängst hat mich erst wieder ein Geruch an Sommer erinnert - wenn wir noch vor Sonnenaufgang als Kinder am Weg nach Italien am St. Bernhardinerpass die erste Rast machten, das roch, ich kann's gar nicht beschreiben, und dann der Geruch von italienischen Frühstücksbrötchen, eindeutig mit Meer und Sommer verbunden.
    Alles Liebe
    Dania

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  10. Schöne Wörter zu schönen Bildern auf deinem Blog.

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  11. in deinen bildern und deinen zeilen den sommer gefunden, wunderschön! * lg julia

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    1. dem habe ich nichts hinzuzufügen.

      lg i.

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  12. meine kindheitssommer werden auch wieder wach. es ist kiefernnadelduft, von den abendspaziergängen in dänemark, wo die mücken in der untergehenden sonne tanzten und die gräser in den kniekehlen kitzelten. lieben dank fürs wecken ... wiebke

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  13. Das ist Sommer in Worten.
    Ich erinnere meinen Kindheitssommer mit den Besuchen im Freibad. WIe wir nach stundenlangen Tauchen, mit brennenden Augen und müden Beinen nach Hause geradelt sind. Es gab Pommes in Tüten und Leckmuscheln. Und zuhause Abendbrot im Strandkorb und den tiefsten Schlaf überhaupt.

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Merci.